Ministerpräsidentin hielt Rede beim SPD-Neujahrsempfang

Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht beim Neujahrsempfang der Sozialdemokraten des Kreises Ahrweiler in der Bausenberghalle.

Im Jahr seines 50-jährigen Bestehens war der SPD-Ortsverein Niederzissen am Sonntag Ausrichter des Neujahrsempfangs, zu dem Kreisverband und Kreistagsfraktion der SPD in die Niederzissener Bausenberghalle eingeladen hatten. Hauptrednerin war in diesem Jahr Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die direkt von einem Empfang in Altenkirchen in die Eifel geeilt war.

Neben Orts-, Stadt- und Verbandsbürgermeistern begrüßte die Chefin der Niederzissener Sozialdemokraten, Ute Durwish, insbesondere die Landtagsvizepräsidentin, Astrid Schmitt, und den Kreisbeigeordneten Horst Gies sowie Vertreter von Vereinen, Banken, Schulen und Organisationen aus dem Kreisgebiet. „Wir haben viele Herausforderungen zu stemmen, aber ich gehe davon aus, dass 2019 ein Jahr der Zuversicht wird“, begann Dreyer ihre Rede. Zu den großen Aufgaben zählten insbesondere auch die Wahlen, insbesondere die Kommunalwahlen und die Europawahl am 26. Mai. 2019 sei aber auch das Jahr, „in dem wir das 70-jährige Bestehen der Bundesrepublik und des Grundgesetzes feiern“. Damals sei ein friedliches und vereintes Europa gebaut worden. Angesichts des um sich greifenden Nationalismus und Populismus sei es nicht selbstverständlich, dass das auch so bleibe. „Großbritannien wird uns verlassen. Es sollte uns wachrütteln, dass Europa sich am Scheideweg befindet“, betonte die Ministerpräsidentin.

50 Jahre SPD OrtsvereinAppell bei Europawahl wählen zu gehen
Die bevorstehende Europawahl sei eine Schicksalswahl. „Denn es besteht die Gefahr, dass die Nationalisten die Mehrheit im Parlament stellen“, so Dreyer weiter. Deshalb richtete sie den dringenden Appell an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auf den Weg zu machen und Europa zu stärken, indem sie zur Wahl gehen. „Wir müssen alles dafür tun, dass Europa auch künftig so offen und solidarisch bleibt, wie das seit vielen Jahrzehnten der Fall ist“, erklärte die Sozialdemokratin, die seit sechs Jahren an der Spitze des Landes steht.

„Fast jeder zweite engagiert sich ehrenamtlich, damit ist Rheinland-Pfalz Weltmeister des Ehrenamts“, erklärte Dreyer stolz. Zu den Ehrenamtlern zählten nicht zuletzt auch die Kommunalpolitiker. „Auch sie haben es verdient, den Rückhalt der Bevölkerung zu spüren, indem die Menschen zur Wahl gehen“, so die 57-Jährige, die abschließend nicht verhehlte, auch stolz darauf zu sein, was die Landesregierung für Rheinland-Pfalz erreicht habe. Als Beispiele nannte sie den ersten ausgeglichenen Haushalt seit 50 Jahren, die Chancengleichheit in der Bildung und die Gebührenfreiheit für Kitas. Aber auch die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu der etwa auch der Ausbau der Ferienbetreuung zähle, sowie die Parität in der Krankenversicherung, die sie als ihr „Herzensthema“ bezeichnete.

Gratulation zum Jubiläum
Zuvor hatte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Christoph Schmitt, dem Ortsverein Niederzissen zum Jubiläum gratuliert. Auch er griff das Thema „Wahlen“ auf. „Wir leben in einem Kreis, der einen attraktiven Wohnstandard bietet und in dem ein sehr gutes soziales Miteinander herrscht, so Schmitt, der selbst aus Niederzissen stammt. Und weiter: „Unsere Aufgabe ist es, dies zu bewahren und zu stärken.“ Es gehe darum, dass die Menschen, die sich kümmern wieder wahr- und ernstgenommen würden. Auch der Kreisbeigeordnete Horst Gies gratulierte dem SPD-Ortsverein zum 50-jährigen Bestehen und überreichte Ute Durwish die Ehrenurkunde des Kreises. Zum Abschluss stimmte die Sängerin Laura Schwarz mit dem ganzen Saal das Europa-Lied „Ode an die Freude“ an.

Bild: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (rechts) mit Ute Durwish (Vorsitzende SPD Ortsverein Niederzissen)

Foto: ©Matin Gausmann
Text: ©Christoph Lüttgen

General-Anzeiger 21.01.2019

Veröffentlicht: Montag, 21. Januar 2019 07:00
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